A 13 für viele – aber nicht für uns? Eine Veranstaltung der Fachgruppe Grundschulen des Landesverbandes der GEW

A 13 für viele – aber nicht für uns?

Heute noch ein kleiner Kreis - bald werden es ganz viele sein!

Heute noch ein kleiner Kreis – bald werden es ganz viele sein!

Dieser Frage ging eine Veranstaltung der Fachgruppe Grundschulen des Landesverbandes der GEW am 1.11. 2016 in Schleswig nach. Birgit Mills (vorne links) informierte die Kolleginnen und den einen anwesenden Kollegen zu dem derzeitigen Sachstand. Danach steht es immer noch im Raum, dass die Grundschullehrkräfte weiterhin mit A 12 besoldet werden, während ihre Kolleginnen und Kollegen im Sekundarbereich mindestens mit A 13 besoldet werden. Und das trotz vergleichbarer Arbeitsdichte, trotz identischer Ausbildungszeit und Qualifikation! Insbesondere die weiblichen Lehrkräfte, die zu über 90% der Grundschullehrkräfte ausmachen, trifft dies. Kleine Kinder bedeutet eben nicht: „Kleine Arbeit“! Die Grundschullehrkräfte sind die einzigen Lehrkräfte, die schon seit vielen Jahren in der einzig wirklichen „Gesamtschule“ arbeiten. ALLE Kinder werden hier gemeinsam beschult – egal ob schulreif oder nicht, egal ob mit besonderem Förderbedarf oder nicht, egal ob mit deutscher Muttersprache oder nicht, egal ob hochbegabt oder nicht und so weiter… Ganz wesentlich gingen viele Innovationen in der Schulentwicklung von den Grundschullehrkräften aus, wie z. B. die Wochenplanarbeit, die fächerübergreifende Arbeit, der individualisierte Unterricht, der jahrgangsübergreifende Unterricht, die Entwicklung von Lernwerkstätten, die Abkehr von Zensuren, die Entwicklung von Lernentwicklungsberichten und Lernplänen und vieles mehr. Nun denkt unsere Ministerin, Frau Ernst, darüber nach, dass sich die Grundschullehrkräfte ja durch zusätzliche Fortbildungen zu „Mini-Sonderschullehrkräften“ weiterbilden könnten und dann auch A 13 erhalten könnten – ist es nicht Hohn und Spott, dass diejenigen, die seit Jahren mit der Arbeit für Integration und Inklusion beschäftigt sind, nun erfahren, dass sie sich dafür zusätzlich fortbilden müssen??? Das ist nicht hinnehmbar!

Deshalb müssen wir für die angemessene und gerechte Besoldung mit A 13 kämpfen!

  • Wir verdienen mit unserer Arbeit A 13! Machen wir es deutlich und beschreiben wir der Ministerin unsere vielfältigen Aufgaben!
  • Am 25.11. ist rechnerisch der erste Tag, den wir mit unserer geringeren Bezahlung „gratis“ arbeiten für das Ministerium. Deshalb soll dies der Tag von Aktionen sein, die auf die Ungerechtigkeit hinweist. Hinweise und Vorschläge dazu erhalten alle GEW-Schulobleute zeitnah.
  • Macht Personalversammlungen in eurer Schule zu diesem Thema!

Denn eins ist sicher: Nur, wenn wir mit möglichst vielen Kolleginnen und Kollegen deutlich machen, dass unsere Arbeit genauso viel wert ist wie in der Sekundarstufe, können wir etwas bewirken. Beteilige dich an einer der Protestaktionen oder tue dich mit anderen Kolleginnen und Kollegen zusammen und verabredet Euch!

Darin waren sich alle TeilnehmerInnen in Schleswig einig.

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